Verpackungslexikon

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A
Auflage
Die Gesamtanzahl der Bogen die gedruckt werden.


Aufrichteschachtel
Diese Schachtel wird an 4- bzw. 6- Punkten geklebt und beim ihnen flachliegend angeliefert. Nach dem Auffalten und Aufrichten ist die Schachtel automatisch von oben zu befüllen.


Automatenfaltschachtel
Diese Schachteltypen werden vorgeklebt und speziell zur automatischen Weiterverarbeitung beim ihnen gefertigt.


Automatenzuschnitte
Diese Verpackungstypen werden flachliegend und ungeklebt als Stanzlinge bei ihnen angeliefert. Dieser verklebt und befüllt sie anschließend maschinell.


B
Beschichtung
Kann sowohl oberhalb des Bedruckstoffes als auch unterhalb passieren, oberhalb zum schließen der Oberfläche und Schutz vor Wasser-/Fett-/Schmutz oder unterhalb zum Beispiel in Form von PE-/PET Beschichtung zur Nutzung mit direktem oder indirektem Kontakt von Lebensmitteln.


C
CAD System
Computer Aided Design – Mit diesem System wird computergestützt die Verpackungskonstruktion von der Verpackungsentwicklung entworfen. Danach ist es möglich die einzelne Verpackung vernutzt auf dem Druckbogen aufzubauen.


CMYK
Die Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black, die man benötigt um einen 4-Farbdruck in der Druckmaschine zu erzeugen. Durch die Vermischung und Kombination dieser Farbtöne werden alle anderen Farbtöne erzeugt.


CtP
Computer-to-Plate – Mit diesem Verfahren werden die digitalen Druckdaten vom Computer an den Plattenbelichter übertragen.


D
Druckvorstufe
Darunter werden alle vorbereitenden Maßnahmen für den Druck zusammengefasst. Die angelieferten Druckdaten werden in das richtige Format konvertiert, die Farbtöne aufgerastert, um anschließend die Druckplatten und die Lackwerkzeuge zu erstellen.


F
Faltbodenschachtel
Wenn die Schachtelwände aufgestellt werden, verschließt sich diese Verpackungsart von selbst, hierdurch entsteht eine robuste Verpackung die einfach zu befüllen ist.


Faltschachtel
Längsnaht geklebte Verpackung, werden bei ihnen flachliegend angeliefert und können dann aufgerichtet und befühlt werden.


Fenster
Für die Sicht auf das Produkt gibt es an einigen Verpackungen Ausstanzungen, die mit einem transparenten Fenster hinterklebt werden. Die Fensterfolie wird je nach Bedarf in verschiedenen Stärken eingesetzt.


Frischfaserkarton
Auch Primärfaserkarton genannt wird aussschließlich aus Primärfasern (ohne Altpapieranteil) hergestellt. Die Fasern können gebleicht oder ungebleicht sein. Die Ober- und Rückseite wird je nach Anwendungsgebiet pigmentiert oder gestrichen. Es entstehen Chromosulfat- (CS) oder Chromokartonsorten (GC1, GC2).


G
Grammatur
Das Flächengewicht des Karton oder des Papiers wird in der Maßeinheit g/m gemessen.


H
HACCP
Hazard Analyses Critical Control Point - ist ein Standard für die Lebensmittelindustrie. Hier werden Hygienestandards vorgeschrieben, die für die komplette Lebensmittelindustriegelten.


Heißfolienprägung
Ist eine Veredelungsform, bei der eine Folie mit Hilfe eines Prägestempels auf das Kartonmaterial aufgebracht wird.


K
Karton
Ist eine Bedruckstoffform, die im hauptsächlich aus pflanzlichen Fasern besteht. Karton gibt es in verschiedenen Flächengewichten.


Kaschieren
Ist ein Arbeitsgang, bei dem zwei Werkstoffe zusammengeführt werden. Karton oder Vollpappe werden auf Wellpappe kaschiert, um die positiven Eigenschaften beider Materialien zu vereinen.


Kleben
Bedeutet die Verklebung von Verpackungen, die an bestimmten Stellen verklebt werden, dieses dient zur einfachen Weiterverarbeitung.


L
Laufrichtung
ist entweder Schmalbahn oder Breitbahn, dieses gibt den Faserlauf an.


N
Nutzen
Ein Nutzen ist ein Verpackungszuschnitt auf dem Druckbogen. Die Anordnung der Nutzen auf dem Bogen wird von der Produktentwicklung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ermittelt.


O
Offsetdruck
Der Offsetdruck (engl.: to set off oder offset; dt.: absetzen oder Versatz) ist ein indirektes Flachdruckverfahren, das im Bücher-, Zeitungs-, Akzidenz- und Verpackungsdruck weit verbreitet ist. Das Verfahren ist eine Weiterentwicklung des Steindrucks und beruht auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten verschiedener Stoffe. Physikalische Grundlage ist die unterschiedliche Oberflächenstruktur der Druckplatte. Indirektes Druckverfahren und der daraus abgeleitete englische Begriff Offset bedeutet, dass nicht direkt von der Druckplatte auf Papier gedruckt wird, sondern die Farbe erst über eine weitere Walze, den Gummituchzylinder, übertragen wird.(Quelle: Wikipedia)


P
Pappe
Besteht wie Karton aus pflanzlichen Fasern. Von Pappe wird erst ab einem Flächengewicht von mindestens 220 g/m² gesprochen.


Perforation
Beim Stanzen erzeugte Schneidlinien in regelmäßigem Abstand. Perforationen werden zum vereinfachten Umlegen von Kanten oder Öffnen (Aufreißperforation) eingesetzt.


Prägung
Beim stanzen kann das Material nach oben oder unten “geprägt“ werden. Dabei dient es zum Hervorheben bestimmter Bereiche aber auch für den Einsatz von Blindenschrift.


Primärverpackung
Ist die Verpackung, die als erstes um das Packgut gelegt wird. Neben Karton kann sie aus Plastik, Glas oder einer Folie bestehen.


Proof
Eine Form um die Druckdaten zu kontrollieren. Auf dem Proof ist ein Einzelnutzen abgebildet, an dem die Farben und Passgenauigkeit kontrolliert wird.


R
Raster
Ein Druckbild wird in viele verschiedene Farbpunkte aufgeteilt. Diese Punkte werden nach Farben untergliedert und beim Druck über die jeweilige Druckplatte auf den Karton übertragen. Es wird in einem 70er Raster gedruckt. Das bedeutet, dass pro cm² 70 Farbpunkte aufgebracht werden.


Ritzen
Das Material wird beim Stanzen mit einem Messer eingeschnitten. Je tiefer das Ritzung gesetzt wird, desto einfacher lässt sich das Material später biegen.


Rillen
Das Material wird beim Stanzen mit sogenannten Rillern eingedrückt, um Biegestellen vorzubereiten. An den entstandenen Rilllinien wird der Biegewiederstand des Materials und die geometrische Mitte der Biegung festgelegt.


S
Standbogen
Zeigt die Stanzkontur. Er wird verwendet, um die Passgenauigkeit des Layouts mit dem Stanzschnitt zu überprüfen.


Sekundärfaserkarton
Es ist ein mehrlagiger Karton, der mindestens eine komplette Lage aus recyclten Faserstoffen enthält. Recycling- oder Sekundärfasern stammen von wiederverwertbaren Papier- oder Kartonmaterialien. Die Fasern werden ausgesucht und gereinigt. Es entstehen Chromoduplex- (GD, GD2) und Chromotriplexsorten (GT1, GT2) ist eine günstigere Alternative zu Frischfaserkarton.


Sekundärverpackung
Kann eine direkte Umverpackung für das Produkt über der Primärverpackung sein oder ein Regalkarton. Er dient zur Warenpräsentation und kann entfernt werden, ohne die Eigenschaften des verpackten Gutes zu beeinflussen.


Sonderfarben
Werden für große Flächen oder Unternehmensfarben eingesetzt. Diese Farben werden in der Druckmaschine nicht aus den Grundfarben gemischt, sondern als sogenannte Echtfarbe verwendet.


Stanzen
Bei diesem Produktionsvorgang wird die Verpackungsform aus dem (kaschierten-) Druckbogen herausgeschnitten. Gleichzeitig kann noch gerillt, geritzt und geprägt werden.


Steckbodenschachtel
Beim Aufstellen der vorgeklebten Schachtel schließt sich der Boden automatisch und muss nicht mehr verklebt werden.


U
Überfüllung
Diese wird an allen Seitenrändern der Verpackung angelegt. Die äußere Kontur wird somit etwas größer gedruckt, damit beim Stanzen keine weißen Ränder entstehen.